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Auckland

Vom Flughafen in die City – und zurück – bieten Shuttle-Busse einen „door to door service“ an. Schnell und günstig. Der Flughafen liegt 23 Kilometer außerhalb der Stadt. Mit einem dieser Busse geht es vom Flughafen durch die verregneten Vororte Aucklands. Neugierig werfe ich erste Blicke auf alles, was draußen im Regenschleier zu erkennen ist. Nach dem „check in“ in der Jugendherberge Parnell Lodge wird der Himmel heller, und ich wage mich in die neue Welt hinaus.
In Auckland leben 315 000 Einwohner – jedoch 896 000 in der Region – und täglich strömen um die 45 000 Pendler zu ihren Arbeitsstätten in die größte Stadt Neusee-lands, die von 1841 bis 1865 auch Hauptstadt des Landes war. Die Harbour Bridge, das zum Wahrzeichen der Stadt wurde, ist 1 020 m lang und die Fahrbahn liegt 43 m über dem Wasser. Sie wurde am 30. Mai 1959 eröffnet, doch inzwischen um zwei Fahrbahnen auf acht erweitert. Im Stadtgebiet befinden sich etwa 60 unterschiedlich hohe vulkanische Kegelberge und einige wassergefüllte Eruptions-Becken.

Von Auckland darf man sich nicht zuviel erwarten. Eine große Stadt, die für viele nur zum „fly-in“ genutzt wird. Wie auch bei den anderen Städten des Landes fehlt eine geradlinige kulturelle Entwicklung. Dies liegt vor allem an der relativ späten Besiedelung des Landes durch verschiedene Bevölkerungsgruppen. Es entwickelte sich ein Konglomerat aus polynesischer und britischer Lebensart, das aber durchaus seinen eigenen Reiz hat.

Der United Airline Explorer verbindet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Stadtgebiet: z.B. das Auckland Museum und Kelly Tarlton’s Underwater World. Für das Unterwasserabenteuer den Pullover nicht vergessen, denn es gibt einen Antarctic Encounter mit einer Temperatur um den Gefrierpunkt! Weitere Stationen sind unter anderem der Kegelberg Mount Eden, der Zoo und das Museum of Transport and Technology. Regelmäßige Abfahrten des Doppeldecker-Busses sind vor dem Ferry Building. Dieser Bus ist wirklich eine gute Einrichtung, wobei allerdings – wenn man die Fahrt an allen Stationen unterbricht – ein Tag nicht ausreicht. Dafür gibt es das verbilligte Verlängerungsticket für einen weiteren Tag.

Am 10. Juli 1985 fand im Hafen von Auckland der Anschlag auf Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior statt, was die Beziehung zwischen Neuseeland und Frankreich stark belastete. Greenpeace wollte die Atomversuche der Franzosen auf dem im Südpazifik gelegenen Mururoa-Atoll verhindern. Neuseeland ist eine Nuclear Free Zone.