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Cape Reinga

Über „gravel-Road“ steuere ich meinen Sunny nach Norden. Bisweilen ist die Schotterpiste wie ein Waschbrett. Nur bei einer ganz bestimmten Geschwindigkeit ist ein weitgehend angeneh­mes Rei­sen möglich, ohne daß das Fahrzeug samt In­halt zum Schwingen kommt und man fast die Kon­trolle ver­liert. Es geht an die Nord­spitze Neuseelands, dem Cape Reinga. Wie ich mein Auto am Parkplatz abstelle, nehmen die letzten Cape-Busse ihre Fahrgäste wie­der auf. Es ist später Nachmittag. Nur noch ein paar Individualtouri­sten sind zu sehen.

Ein kurzer Fußweg führt zum Leuchtturm, der das nördliche Ende Neuseelands markiert. Oft ha­be ich mir vorgestellt, an dieser Stelle zu stehen und in der Ferne dorthin zu blicken, wo sich die Tasmansee und der Pazifische Ozean vereinigen. Inzwischen bin ich alleine am Cape. Nur noch das Rauschen des Meeres und die Schreie der Seevögel sind zu hören.

Wenige Kilometer vor dem Cape zweigt eine Stichstraße noch Osten ab. Sie führt steil in die Tapotupotu Bay hinab. Es gibt sogar einen Wegweiser. In dieser Bay liegt ein DoC-Cam­pingplatz -sogar mit Kaltwasser-Dusche. Hier -ausgerechnet hier- treffe ich Pia und Wal­ter, die, was unschwer am Dialekt festzustellen war, nur wenige Kilometer von meinem Heimatort entfernt in Rosenheim wohnen. Wir sollten uns noch mehrere Male treffen.