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Taupo

85 Kilometer südlich von Rotorua komme ich nach Taupo, „the world’s trout fishing capital“. Der Lake Taupo ist der größte See Neuseelands, fast achtmal so groß wie der oberbayeri­sche Chiemsee. Er ist durch eine gewaltige vulkanische Explosion im Jahre 186 entstanden. Die Forellen im Wasser sind wirklich gigantisch. Kaum zu glauben, daß man diese Fische noch essen kann. Wer sie kosten will, muß jedoch selbst zur Angel greifen und sein Glück probieren. Der Verkauf der Fische ist nicht gestattet. Günstige Tageslizenzen kann man ohne Pro­bleme kaufen.  In Taupo habe ich das geographische Zentrum der Nordinsel erreicht. Vom Ufer des Lake Taupo zeichnet sich ich in südlicher Richtung bereits das Vulkangebiet des Tongariro National Parks ab. Doch ehe ich dorthin aufbreche, sehe ich mich in Taupo und Um­gebung etwas um.

Beim Taupo-Bungy kann man sich ca. 50 Meter in die Tiefe stürzen und sein erstes „Adrenalin-Abenteuer“ erkaufen. Nichts für mich!

Der Waikato River ist der Ablauf des Lake Taupo und mit 425km der längste Fluß Neuseelands. Er mündet südlich von Auckland in die Tasmansee. Spektakulär sind die Huka Falls, wo die Wassermassen mit unge­heurem Getöse -weiß schäu­mend- über eine Steinstufe 24 Meter in die Tiefe stürzen.

Wer sich für Vulkanismus interessiert, dem empfehle ich das Taupo Observa­tory Visi­tor Centre. Zu informativen Displays und einer Diatonschau hat man täglich kostenlo­sen Zu­tritt. Über eine Stichstraße kommt man zu den Craters of the moon. Ein Rund­weg führt über instabiles Gelände mit dampfenden und schlammgefüllten tiefen Lö­chern. Schwefel- und Wasser­dampf steigen überall auf. Ich befinde mich noch im­mer auf der vulkanischen Störungszone, auf der auch Rotorua liegt. Die Erdwärme nutzen die Neuseeländer im Wairakei Geothermal Power Projekt, in­dem sie den Dampf zur Stromgewinnung nutzen. Das kon­densierte Wasser wird wieder unter die Erde gepumpt, wodurch ein Kreislauf entsteht. Die ki­lome­terlangen Rohre und dampfende Ventile kann man von einem Beobachtungs­punkt überblicken. Im Visitor Centre des Power Projektes erfährt man mehr.

 

Wer von der Unterweltatmosphäre noch nicht genug hat, findet im The Hidden Valley of Orakei Korako nochmals die Gelegenheit, Schwefelluft zu atmen. Mit dem Auto in etwa 30min. nördlich von Taupo zu erreichen.