"Enter" drücken, um zum Inhalt weiterzugehen

Wairarapa

Von Palmerston North gibt es zwei Möglichkeiten zur Weiterfahrt nach Wellington. Über den HW1 oder über die Region Wairarapa, dem HW2 folgend. Ich nehme letzteren Weg.

Der Manawatu River teilt in einer spektakulären Schlucht die Ruahine- und die Tara­rua Ranges. In dieser engen Schlucht finden Fluß, eine Straße und die Eisenbahn­linie Platz. Manchmal wird’s ganz schön eng. Ab Woodville geht es in lebhaftem Auf und Nieder bis nach Masterton. Unter­wegs passiert man die Tui-Brauerei und das National Wildlife Centre, wo man be­stens über die Fauna Neu­seelands informiert wird.

Länger in Masterton zu verweilen, bringt nicht viel. Noch am selben Tag fahre ich über Glad­stone und dem für Weinanbau bekannten Martinborough nach Whangaimoana, wo ich wieder an die Küste stoße. Mein Ziel ist das Cape Palliser am Südostende der Nordinsel. An der Küstenstraße werden die Ansied­lungen immer weniger. Den Booten nach zu schließen, liegt der Haupter­werb in die­ser entlegenen Region ausschließlich im Fischfang. Da es weder Steg noch einen Hafen gibt, muß das Boot mit einem Schlepper nach jeder Fahrt wieder an Land ge­zogen werden.

Zum rot-weiß geringelten Cape Palliser Lighthouse führen 250 Stufen hinauf. Was ich zuerst für „komische“ Wolken gehalten habe, entpuppen sich beim Blick durch das Fernglas als die schneebe­deckten Gebirgszüge der Südinsel. In den Küstengewässern tummeln sich mehrere Seehunde. Ich beschließe, die Nacht an diesem einsamen Ort zu verbringen.