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Wellington

Beim ersten Blickkontakt mit der neuseeländischen Hauptstadt stellt sich mir unwei­gerlich die Frage: „Ist sie das etwa schon? Ist das alles?“

Ja, das ist die Hauptstadt.

Wellington hat 328.000 Einwohner, ist seit 1865 Hauptstadt und liegt mit den „Vorstädten“ Lo­wer und Upper Hut eingeengt am Fuße einer Gebirgskette.

Die Tourist Information befindet sich im Civic Centre. Wellington International Airport -weil es täglich eine Verbindung nach Sydney gibt, liegt etwa 20 Fahrminuten außerhalb des Zentrums. Shuttle Busse verkehren regel­mäßig ab Railway Station. Ehe ich mit der Fähre auf die Südinsel übersetze, richte ich mich für ein paar Tage im Backpacker Maple Lodge ein. Was man mit „windy Wellington“ liebevoll umschreibt, war mir bald klar. Stürmischer Wind. 24-hours-a-day. Im Stadtgebiet gibt es mehrere sehenswerte Punkte.

Die Old St. Paul’s Church ist eine sehr schöne alte Holzkirche nahe dem Parlamentsge­bäude. The „Beehive“ & The Parliament; Das Government Building ist das zweit­größte Holzgebäude der Welt. Das gewaltige Gebäude der Railway Station. Der Zugverkehr hingegen ist weniger ge­waltig. Eine Fahrt mit dem Cable Car (Made in Switzerland) läßt sich mit einem Spa­ziergang im Botanic Garden verbinden. Das sehr interessante Maritime Museum zeigt alles, was mit dem Meer zu tun hat. Obwohl ich inzwischen sehr viel über die Maoris gelernt habe, war der Besuch im  National Museum keineswegs langweilig. Informative Displays lassen keinerlei Langeweile aufkommen. Sowohl bei Tag als auch bei Nacht lohnt die Auffahrt zum Mt. Victoria Loo­kout: Welling­ton Downtown, das Hutt-Valley, die Miramar Heights und das Airport-Ge­lände zeigen sich aus der Vogelperspektive.

Es ist Halbzeit meiner Neuseelandreise, und das bedeutet, von der Nordinsel Ab­schied nehmen. Zum fly-out werde ich in dreizehn Wochen wieder hier sein. Morgen vormittag breche ich mit der Fähre Richtung Picton auf. Der Wetterbericht kündigt anhal­tende stürmische Winde für die Region und somit auch für die Cook-Strait an. Windgeschwindig­keiten über 150 km/h sind auf dieser Passage keine Seltenheit. Es klingt fast unglaublich, doch heute bekomme ich noch Besuch aus Deutschland. Am Spätnachmittag hole ich meinen Freund und Studienkollegen Martin vom Airport ab. Für die Dauer von drei Wochen wird er mich auf meiner Reise begleiten. Unser Wiedersehen feiern wir im Rahmen der „open air“-Sylvesterparty in Wellington-Downtown.